KZ-Gedenkstätte Dachau

Im Jahr 2009 wurde das neue Besucherzentrum der KZ-Gedenkstätte Dachau eröffnet. Der Bau beherbergt ein Informationsfoyer, eine Buchhandlung, eine Cafeteria und Toiletten.

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Die Architektur des Besucherzentrums, entworfen vom Münchner Büro Florian Nagler ist anders. Die Fassade besteht aus 460 grau lasierten, sägerauen Stützen aus Douglasienholz. In Anlehnung an das im Laufe der Jahrzehnte an dieser Stelle wuchernde Unterholz stehen diese Stützen nicht alle senkrecht, sondern neigen sich - ähnlich wie echte Bäume - mehr oder weniger stark zur Seite.

Das Besucherzentrum besteht aus Erdgeschoss und Kellergeschoss. Die Wärmeerzeugung erfolgt über zwei Grundwasserwärmepumpen, die über ein Fußbodenheizungssystem das Gebäude gleichmäßig mit Wärme versorgen. Zur Deckung des Restwärmebedarfs wurden im Büro der Buchhandlung und im Lager zusätzlich Flachheizkörper angebracht. Um im Sommer den Estrich mit Grundwasser kühlen zu können, ist jeder der beiden Wärmepumpen ein Plattenwärmetauscher vorgeschaltet.

Eine Lüftungsanlage sorgt für optimale Frischluftzufuhr in allen Gebäudebereichen. Die Waschbecken der öffentlichen WC-Anlagen sind nur mit Kaltwasseranschlüssen ausgestattet, die übrige Warmwasserversorgung erfolgt dezentral mittels Durchlauferhitzern.

Architekt | Architekturbüro Nagler, München