Biohotel Hohenbercha

Schon seit 1888 betreibt die Familie des Bauherrn Andreas Hörger die gleichnamige Gast- und Tafernwirtschaft in dem bayerischen  Dorf Hohenbercha. Eingebettet in den historischen Apfelgarten des Anwesens gehört dazu seit 2006 auch ein neues Gästehaus.

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Geplant wurde die Erweiterung zu einem modernen Biohotel vom Freisinger Architekturbüro Deppisch. Für die gesamte Konzeption des Biohotels war die Implementierung eines ganzheitlichen, ökologischen Energiekonzeptes bestimmend. Aufgrund der hochgedämmten Gebäudehülle geht der Primärenergiebedarf des Neubaus gegen null. Der Heizenergiebedarf beläuft sich ohne Abluftwärmerückgewinnung auf lediglich 50 kWh pro Jahr. Die verbleibende notwendige Energie wird ausschließlich über lokale und regenerierbare Energiequellen bedient. Während ein nahegelegenes Biomassekraftwerk das Anwesen mit kohlendioxydneutraler Heizenergie versorgt, deckt die 360 m² große Photovoltaikanlage auf dem Dach mit 15.400 erzeugten kWh pro Jahr den gesamten Energiebedarf ab. Das Brauchwasser wird ausschließlich mit Hilfe von Wärmetauschern über Küchenabluft und Abwärme der Kühlanlage erwärmt.

Das Biohotel Hohenbercha gewann im Jahr 2007 den „Preis für gute Baugestaltung“ im Landkreis Freising. 2008 wurde es mit dem 1. Preis der Wüstenrot Stiftung für „Energieeffizientes Bauen in Deutschland“ ausgezeichnet. Im selben Jahr wurde es zudem in die jeweils 1. Preisgruppe beim „Wessobrunner Architekturpreis“, sowie beim Architekturwettbewerb für „Vorbildliche Gewerbebauten in Deutschland“ der Hypo Real Estate gewählt.

Architekt | Deppisch Architekten, Freising